Erfahrungsbericht Bestellung vServer von Strato

7. Februar 2007, 22:34

Meinen vServer von Strato habe ich jetzt gut 3 Wochen und dachte mir, es ist Zeit für eine erste Beurteilung.

Bestellt wurde der vServer (der V-PowerServer A) über die Homepage von strato.de abends gegen viertel nach Sieben. Die Bestätigungsmail über den Auftrag kam postwendend, ebenso die SMS um den Auftrag zu bestätigen. Sobald der Auftrag über die Nummer, die per SMS zugeschickt wird, freigegeben wird, kommt die Maschinerie bei Strato in Gang.

Bereits am nächsten Morgen gegen halb Neun lag die Bestätigungsmail im Posteingang, dass der vServer fertig installiert sei und ab sofort zugreifbar sei. Diese Zeit kann sich durchaus sehen lassen wie ich finde.

Was etwas schade war, ist die Tatsache, dass man bei der Bestellung nicht bereits auswählen kann, welches Betriebssystem installiert werden soll (es sei denn, ich war blind). Also landete zu Beginn direkt ein SuSE 9.3 mit Plesk auf dem vServer.

Deshalb war der erste Schritt, sich erstmal auf der Konfigurationsseite von Strato einzuloggen, und ohne große Umschweife eine Neuinstallation zu beantragen. Debian 3.1 sollte es sein, also dieses kurz ausgewählt, abgenickt, dass dadurch alles auf dem vServer überschrieben wird, und los gings. Bereits 20 Minuten später trudelte wieder die Bestätigungsmail ein, dass der vServer vollständig installiert sei. Auch hier wiederum nix an der Dauer auszusetzen. Jedoch legt diese gute Zeit die Vermutung nahe, das einfach ein Image aufgespielt wurde (klar, ist schneller und einfacher für Strato), jedoch sind dadurch aktuelle Sicherheitspatches nicht installiert, was man zu Beginn durch ein manuelles

apt-get update; apt-get upgrade

nachholen sollte.

So, jetzt aber erst mal auf den vServer mit SSH. Das Passwort dazu findet sich auf den Strato-Konfigurationsseiten des vServers. Nachdem das geklappt hat, sollte man zuerst das root-Passwort ändern und die Konfiguration des sshd überprüfen (dazu in einem anderen Artikel mehr).

Die Installation von Debian 3.1 belegt zu Beginn geradmal ca. 350 MB. Nachdem dann ein apt-get update sowie upgrade ausgeführt wurde, sinds schon ca. 450 MB, das System ist aber jetzt auf dem aktuellsten Stand und damit auch mehr oder weniger sicher.

Zum Schluss noch per netstat -an überprüfen, ob im jetzigen, noch unkonfigurierten Zustand, keine ungewollten Dienste nach draußen lauschen.

Abschließend ist zu sagen, dass die Bestellung wirklich sehr zeitnah ausgeführt wurde. Auch die Neuinstallation des Systems geht schnell und zügig über die Bühne.

Die Leistung des vServers geht nach jetzigem Erkenntnisstand vollkommen in Ordnung. Die Zusicherung von Stato, das pro physikalischem Server maximal 10 virtuelle Server zum Einsatz kommen, zahlt sich also aus. Es bleibt zu hoffen, dass das auch so bleibt :-)
Im Moment laufen auf dem vServer lediglich ein Apache Webserver, ein MySQL Server und Exim. Der Apache liefert dabei 3 Websites aus, welche aber nicht wirklich stark frequentiert sind :-)

Sprich, so ein kleiner vServer ist für kleine Pages auf jeden Fall geeignet.
Jedoch lege ich wirklich jedem ans Herz, sich nur einen Rootserver (egal ob vServer oder dedicated Server) zuzulegen, wenn man sich mit Linux auskennt (auch ohne Plesk oder Konsorten) und vor allem weiß, was man tut ;-)

by troopy
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